20 August 2026

Ein ehrlicher Vergleich der Alternativen: Ivanti Neurons für UEM, Microsoft Intune – und warum Endpoint Central für die meisten Unternehmen die überzeugendste Wahl ist.
Ab 2027 keine Sicherheitsupdates, kein Support, keine Weiterentwicklung. Die Zeit für eine strukturierte Migration läuft.
Seit Januar 2024 ist es offiziell: Ivanti hat das End-of-Life für Desktop & Server Management (DSM) auf den 31. Dezember 2026 festgesetzt. Für Tausende Unternehmen – viele davon in der DACH-Region – bedeutet das: Handlungsbedarf. Aber welche Alternative ist tatsächlich die richtige? Dieser Beitrag zeigt, was auf dem Spiel steht, und vergleicht die relevanten Optionen sachlich.
Ivanti hat den Verkaufsstopp für neue DSM-Kunden bereits im Mai 2023 eingeleitet. Mit der offiziellen EOL-Ankündigung am 31. Januar 2024 ist klar: Ab dem 1. Januar 2027 stellt Ivanti sämtliche Updates, Fehlerbehebungen, Sicherheitspatches und den aktiven Support vollständig ein. Der Betrieb selbst ist technisch möglich, aber die Risiken verschieben sich damit vollständig in die Verantwortung des Unternehmens.
Ivanti selbst empfiehlt die Migration zu Ivanti Neurons für UEM – der cloud-nativen Nachfolgelösung. Das ist die naheliegende, aber nicht automatisch die wirtschaftlichste Option. Dazu gleich mehr.
🔓 Sicherheitslücken ohne Patches
EOL-Software erhält keine Sicherheitsupdates mehr. Jede neu entdeckte Schwachstelle bleibt dauerhaft offen – ein Einfallstor für Ransomware und Datenverlust.
🖥️ Betriebssystem-Inkompatibilität
Windows 11, künftige Server-Versionen und neue Hardwaretreiber werden von Ivanti DSM nicht mehr unterstützt. Instabilitäten und Managementlücken sind absehbar.
⚖️ Compliance-Risiken
NIS2, DSGVO und branchenspezifische Regularien setzen voraus, dass eingesetzte Systeme aktiv gepflegt werden. EOL-Software erfüllt diese Anforderung nicht mehr.
💸 Kein Hersteller-Support
Technische Probleme müssen intern oder über Drittanbieter gelöst werden. Das erhöht den Aufwand und die Kosten in kritischen Situationen erheblich.
Zur Einordnung: Die oben genannten Risiken sind real – aber kein Grund zur Panik. DSM läuft noch bis Ende 2026 voll unterstützt. Wer jetzt strukturiert plant, hat ausreichend Zeit für eine sorgfältige Migration ohne Notfallstress. Der eigentliche Fehler wäre, noch weitere Monate abzuwarten.
Für DSM-Kunden kommen im Wesentlichen drei Richtungen in Frage. Wir vergleichen sie nach den Kriterien, die in der Praxis am meisten zählen.
Wann macht Ivanti Neurons Sinn? Wenn Ihre Kunden bereits tief in der Ivanti-Produktwelt integriert sind (z. B. Ivanti ITSM, Ivanti Connect Secure), kann der Verbleib im Ökosystem sinnvoll sein. Für Unternehmen, die DSM isoliert einsetzen, gibt es keinen zwingenden Grund, im Ivanti-Universum zu bleiben.
Eine DSM-Migration ist kein Wochenendprojekt – aber auch kein Großprojekt, das monatelange Vorbereitung braucht. Mit dem richtigen Plan ist die Umstellung realistisch in 6–12 Wochen abzuschließen.
Schritt 1 · Woche 1–2: Bestandsaufnahme & Scope-Definition
Inventur aller durch DSM verwalteten Endpoints, Packages und Policies. Identifikation von Abhängigkeiten und kritischen Workflows. Klärung, ob Cloud- oder On-Premises-Deployment gewünscht ist.
Schritt 2 · Woche 2–3: Pilotinstallation & Proof of Concept
Endpoint Central wird in einer isolierten Testumgebung aufgesetzt. Erste 20–50 Testgeräte werden registriert, Software-Deployment und Patching werden verifiziert. Der 30-Tage-Trial ermöglicht diese Phase ohne Lizenzkosten.
Schritt 3 · Woche 3–6: Datenmigration & Richtlinien-Übertragung
Asset-Daten aus DSM werden ins neue System überführt. Softwarepakete und Deployment-Regeln werden neu erstellt oder migriert. Parallelbetrieb von DSM und Endpoint Central für den Übergangszeitraum.
Schritt 4 · Woche 6–10: Rollout & Schulung
Schrittweiser Rollout auf die gesamte Endpoint-Flotte. Endpoint Central ist webbasiert und erfordert in der Regel deutlich weniger Einarbeitungszeit als DSM.
Schritt 5 · Woche 10–12: Go-Live & DSM-Ablösung
DSM wird abgeschaltet, nachdem alle Endpoints zuverlässig in Endpoint Central verwaltet werden. Abschluss-Review: Compliance-Status, Patch-Abdeckung, erste Helpdesk-Kennzahlen.
Ivanti DSM war über viele Jahre eine stabile Lösung – besonders in DACH-Unternehmen hat sie sich bewährt. Das EOL ist kein Versagen des Produkts, sondern ein normaler Lifecycle-Prozess. Die Frage ist nicht ob man migriert, sondern wohin.
Ivanti Neurons für UEM ist der logische Schritt für Unternehmen, die tief im Ivanti-Ökosystem verankert sind. Der Preis und die Komplexität der Plattform sind allerdings nicht zu unterschätzen.
Microsoft Intune ist dann attraktiv, wenn Microsoft 365 ohnehin der Schwerpunkt ist und starkes Azure-Know-how im Haus vorhanden ist. Für reine On-Premises-Umgebungen oder Linux-lastige Infrastrukturen ist Intune eine schlechte Wahl.
ManageEngine Endpoint Central empfehlen wir als erste Anlaufstelle für die meisten DSM-Migrationen – nicht nur weil wir als NESTEC-Partner ein Interesse daran haben (das haben wir), sondern weil die Datenlage das unterstützt: Transparente Preise, breiteste Plattformabdeckung, eine einzige Konsole für alle Aufgaben, dedizierter Migrationssupport und eine der höchsten Weiterempfehlungsraten in der Kategorie.
Wichtiger Hinweis: Kein Endpoint-Management-Tool ist für jede Umgebung die beste Wahl. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie Ihre bestehenden Integrationen, das Know-how Ihres IT-Teams und Ihre mittelfristige Cloud-Strategie berücksichtigen. Wir helfen Ihnen dabei, diese Fragen strukturiert zu beantworten – ohne Verkaufsdruck.
📅 Beratungsgespräch vereinbaren – wir analysieren Ihre DSM-Umgebung kostenlos und erstellen einen individuellen Migrationsplan.
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Quellen: Ivanti DSM EOL-Ankündigung (hub.ivanti.com, Januar 2024) · Forrester Total Economic Impact Study Endpoint Central (ManageEngine, August 2025) · Gartner Peer Insights UEM Vergleich Ivanti vs. ManageEngine (2026) · BSI Cybersicherheitswarnungen Ivanti EPMM (Februar 2026) · ManageEngine Endpoint Central vs. Ivanti Herstellervergleich (Juni 2026)